Mach einen schlechten Tag zu DEINEM Tag: 4 Tipps gegen negative Energie

Jeder kennt ihn irgendwie: Den schlechten Tag. Mit dem falschen Fuß aufgestanden, durch einen negativen Kommentar gekränkt, durch Umgebung oder Umstände angespannt, steht man "neben sich" und kommt schwer wieder in einen produktiven, freudvollen Fluss. Daher lohnt es sich, ein paar Ideen parat zu haben, um die negativen Emotionen loszuwerden oder umzuwandeln.

1. körperliche Aktivität

Schwitz es raus ;-)! Egal, ob du lieber joggen gehst oder - wie ich eine - intensivere Yogapraxis bevorzugst - intensive Bewegung verändert dein Hormongleichgewicht, regt den Stoffwechsel an, lässt dich deinen Körper spüren und senkt (hinterher) den Muskeltonus. Oft kann ich eine belastende Situation oder Stimmung nach einer intensiven körperlichen Praxis anders einordnen. Vielleicht hilft es dir auch?

2. Aufräumen und Entrümpeln für eine positiv-produktive Umgebung*

Kommt die Verstimmung von einem ungeklärten Umfeld, in dem Entscheidungen schwer fallen, alles "irgendwie zu viel" ist und man gar nicht weiß, wo man anfangen soll?

Die alten Feng.Shui-Meister glauben, dass das Umfeld das eigene Innenleben widerspiegelt. Vielleicht muss man es nicht übertreiben und den supersauberen Vorgarten oder das auf dem Dachboden verschlossene Gerümpel der Nachbarn interpretieren ;). Aber jeder kann sprichwörtlich "vor der eigenen Haustür kehren" und die klärende Kraft eines klaren Lebens- und Arbeitsumfeldes nutzen und negative Emotionen gleich mit aufräumen.

Grundsätzlich folgt jeder Entrümpelungs- und Aufräumprozess 2 Schritten:

  1. Reduzieren bzw. Loswerden, was man nicht mehr braucht und liebt.
    Das ist der wichtigste und insbesondere bei negativen Emotionen ein sehr heilsamer Schritt, der nie übersprungen werden sollte. Nimm dir die Kategorie von Dingen vor, die du intuitiv gerade am ehesten entrümpeln möchtest, oder den du gerade am meisten brauchst (z.B. Zettel am Arbeitsplatz, Jacken, Hosen, Bücher). Leg sie alle auf einen Haufen. Wirf alles weg , was du nicht liebst und was nicht unabdingbar wichtig ist. (Gut erhaltene Gebrauchsgegenstände können ggf. auch in eine "Zu Verschenken-Kiste" mit klarem Adressaten.)
  2. Den Dingen einen Platz geben
    Was übrig bleibt, ist hoffentlich nur ein Bruchteil des ursprünglichen Haufens. Gib diesen Dingen einen klaren, festen Platz.

Wie viele Dinge brauchst du in deinem Arbeitsumfeld, um produktiv zu sein?

 

3. Negative Schwingungen abduschen

Wasser hat (klar!) eine reinigende Wirkung. Diese wirkt nicht nur auf unseren Körper, sondern auch auf unseren Geist. Die meisten von uns nutzen das intuitiv und fühlen sich erfrischt nach einer Morgendusche, oder haben das Bedürfnis zu duschen nach einem Streit, einem Übergriff oder eine anderen negativen zwischenmenschlichen Erlebnis. Es ist, als würde das Wasser die negativen Schwingungen mit wegspülen.

Viele Religionen nutzen die symbolische Kraft des Wassers - bei der christlichen Taufe, bei rituellen Waschungen vorm Gebet oder Reinigungszeremonien.

Wenn du das nächste Mal das Gefühl hast, dass die Negativität anderer oder einer Situation sich auf dich übertragen hat, probiere die Dusche doch einmal ganz bewusst als rituelle Waschung aus. Vielleicht möchtest du zusätzlich seelisch stabilisierende Elemente nutzen. Dafür bieten sich an

  • Kerzen, die das weiterbrennende (Lebens-)Feuer symbolisieren
  • dir besonders viel Zeit für ein Eincremen oder -ölen deines Körpers zu nehmen
  • die Dusche zu einem kräftigenden Bad ausweiten

4. Negativität loslassen mit der Bach-Meditation

Auch diese Visualisierungsübung nutzt die Symbolkraft des Wassers, um negative Gedanken, Erinnerungen und Emotionen wegspülen zu lassen. Dazu brauchst du nur 10 Minuten ungestörte Zeit. Wenn du magst, kannst du einen Timer stellen.

  • Finde eine komfortable Sitzhaltung und schließ die Augen.
  • Stell dir vor, du sitzt unter einer Quelle, die sich wie ein Wasserfall über deinen Kopf ergießt. Das Wasser rinnt deine Stirn hinab und sammelt sich in einem kleinen Becken direkt vor dir, bevor es sich als kleiner Bach seinen Weg in die Landschaft vor dir bahnt.
  • Nimm die Gedanken wahr, die in deinem Kopf kreisen, Immer, wenn du einen Gedanken wahrnimmst, leg ihn in deiner Vorstellung in das kleine Wasserbecken vor dir und lass ihn mit dem Wasser den Bach hinabgetragen werden, weg von dir. Wiederhole das mit jedem Gedanken, der kommt, und kehre zu deiner Vorstellung des über die Stirn hinab rinnenden Wassers zurück.
  • Wenn dein Timer klingelt, lenke die Aufmerksamkeit wieder zurück zur Umgebung. Nimm die Geräusche wahr, wie sie sich mit deinen Atemgeräuschen verbinden. Öffne die Augen und starte gereinigt und gelöst in den Rest deines Tages.

Ich hoffe, diese Tipps helfen euch ebenso wie mir. Probiert sie aus und hinterlasst gern Kommentare dazu, was ihr damit erlebt habt :)

Herzliche Grüße
Marita

* P.S. Zum Entrümpeln habe ich gleich 3 Buchempfehlungen:

  1. Leo Babauta beschreibt in seinem Buch "The Power of less" eine sehr klare und einfache Methode, um insbesondere sein Arbeitsumfeld aufzuräumen und produktiver zu gestalten. Sehr hilfreich, wenn man unzufrieden mit der eigenen Arbeitsorganisation ist, oder wenn die schlechte Stimmung dadurch zustande kommt, dass man nicht weiß, wo man anfangen soll.
  2. Mein persönlicher Favorit: Das Buch "Magic Cleaning" von Marie Kondo. Maries Methode lässt sowohl aufs persönliche, als auch aufs Arbeitsfeld übertragen. Für mich war dies eine Revolution im Denken und im Entrümpeln, da sie als Hauptkriterium für die behalte-ich-das-oder-kann-das-weg-Entscheidung die LIEBE setzt. Liebe ich das? ich behalte es? Nein? Dann weg damit. Egal, wie oft ich es im letzten Jahr benutzt habe! Es ist erstaunlich, wie viel man in diesem Prozess über sich selbst lernt, wie viel Energie einem die ausgewählten, geliebten Dinge im Umfeld täglich geben und wie gut sich der Prozess später auf andere Lebensentscheidungen übertragen lässt!
  3. Wer tiefer ins Feng Shui eintauchen und das Ritual des "Space Clearing" erlernen möchte, dem sei das Buch "Heilige Räume erschaffen" von Karen Kingston empfohlen.

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